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Guernsey und der Rückweg

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Ich verbringe die kommenden zwei Tage mit Einkäufen und einigen Lackarbeiten an Deck. Die Temperaturen sind ideal für die Malerarbeiten und nach zwei Tagen sieht alles wieder super aus. Im Hafen lerne ich noch Birte und Nico von der TamTam kennen und es wird so mancher Kaffee getrunken. Ich konnte auch meinen Freund Daniel begeistern mich für 14 Tage zu begleiten. Da er momentan noch in Italien unterwegs ist kann er aber erst in 5 Tagen zu mir kommen. Diese Zeit nutze ich um zu der Insel Guernsey zu segeln. Der Weg vorbei am Cap de la Hague und durch das bekannte Alderney-Race ist recht Tricky und müssen gut geplant werden. Es herrscht dort ein sehr starker Gezeitenstrom mit bis zu 6 Knoten Strom, und durch viele Untiefen entsteht schnell eine konfuse See mit Strudeln und große sich brechende Wellen. Die Tide aber meint es nett mit mir und so kann ich ausschlafen und starte gegen 10.30Uhr zu dem Törn. Der Wind und die Temperaturen sind ideal und so liefere ich mir insgeheim einige Kopf an Kopf –Rennen mit anderen Yachten die mit mir unterwegs sind. Kurz vor Alderney komme ich in eine Delfin-Schule mit ca. 20 Tieren. Leider folgen sie mir nicht und so ist die Show nach 15 Minuten wieder vorbei. Der Rest der Strecke verläuft zunächst recht ruhig und durch die achterliche See verbringe ich im Cockpit mit lesen oder unter Deck mit kochen. Kurz vor Guernsey in der mit vielen Unterwasserfelsen bestückten Einfahrt wird es plötzlich dunkel und starker Regen setzt ein, auch der Wind nimmt auf 25 Knoten zu und so habe ich vor dem Hafen nochmal genug zu tun mit Segel bergen. Der Yachthafen ist durch eine Unterwassermauer von dem restlichen Hafen getrennt um bei Ebbe nicht trockenzufallen. Bis auf dieser Schwelle aber nun genug Wasser steht um darüberzufahren mache ich an einem Wartepontoon fest und trockne mich unter Deck ab. Gegen 20 Uhr (21Uhr in Deutschland) kann ich in das Yachtbecken verholen und mache dort fest.
Am nächsten Tag fahre ich mit dem Bus einmal um die Insel und unternehme einen langen Spaziergang an der wunderschönen Küste im Norden. Ich bin froh noch hier her gefahren zu sein da diese Gegend wunderschön ist.
17. Tag auf See: Am folgenden Tag fahre ich wieder den gleichen Weg zurück nach Cherbourg und befinde mich damit auf dem Heimweg. Da ich einiges zu renovieren habe in unserem neuen Haus und ich Ende Juli wieder anfangen muss zu arbeiten wird die Zeit knapp und so wird die Reise etwas verkürzt. Gegen Abend, nach einem wunderschönen Segeltag erreiche ich Cherbourg und vom Steg aus winken mir Nico und Birte zu. Bei Pfannkuchen auf der TamTam erzähle ich von Guernsey. Am Abend mache ich mich noch auf in die Stadt und da Samstagabend ist sind die Straßen und Bars voll. Mit ein paar Syrern schaue ich das Champions League Finale an.
18.Tag auf See: Früh am Morgen geht es weiter nach Osten. Da ich mich mit Daniel am Dienstag in Ouistreham treffen will habe ich nur kurze Etappen vor mir. Mein Ziel für heute heißt Sankt Vaast und ist ca. 30 Seemeilen entfernt. Die Fahrt geht schnell vorbei und so habe ich den Nachmittag Zeit den sehr schönen Ort zu besichtigen. Es gibt eine Werft welche noch Neubauten aus Holz auf Stapel legt und es werden einige sehr alte Segelschiffe restauriert.
19. Tag auf See: Von St Vasst geht es weiter nach Port-en-Bassin. Immer noch habe ich Glück mit dem Wind und so kann ich unter allen Segeln und hoher Geschwindigkeit direkt Kurs auf den Hafen nehmen. Ich versuche lange Zeit vor dem Hafen diesen per Funk zu erreichen, da das Hafenbecken zum Meer hin mit einem Tor verschlossen ist und nur bei einem gewissen Wasserstand geöffnet ist. Leider bekomme ich keine Antwort und muss mein Glück versuchen. Zum Glück ist das Tor offen und auf ein langes Signal von mir mit dem Nebelhorn hin öffnet sich auch die Straßenbrücke. Kaum bin ich im Hafenbecken schließt auch schon das Tor hinter mir. Der Wind hat sehr rasch die letzten Meilen zugenommen und so bin ich froh als ich längsseits an einem Tauch-Expeditionsschiff festgemacht habe. Sicherheitshalber bringe ich einige Stabile Leinen zusätzlich mehr aus.
In der Nacht nimmt dann der Wind auch stark zu und morgens um 6 Uhr bläst es mit 35 Knoten und die Gischt schlägt über die Außenmole. Der Plan weiter nach Ouistreham zu segeln gebe ich auf und lege einen Hafentag ein. Am frühen Abend kommt dann auch Daniel in Port-en-Bassin mit dem Bus an. Wir machen uns einen schönen Abend an Bord bei gutem Essen und Wein.
20. Tag auf See: Der Wind hat nachgelassen und da ich eh mittlerweile die Hoffnung aufgegeben habe das ein Mitsegler bei mir an Bord nicht kotzt nehme ich die noch hohen Wellen in Kauf. Mit ordentlichem Druck in den Segeln reitet Raireva die Wellen wunderbar stabil die Wellen hoch und runter. Nach 10 Seemeilen füttert dann Daniel auch nach feiner Raireva-Mitsegler Manier die Fische. Aber tapfer behält er seinen Humor und so wird es doch eine gute Fahrt nach Ouistreham.
21. Tag auf See: Um die Ersten Etappen für Daniel möglichst kurz zu halten geht es heute nach Le Havre, den zweit größten Hafen Frankreichs. Auch hat Daniel heute ein Telefon-Interview mit Tesla in Amsterdam. Früh geht es daher los und da nur 14 Knoten Wind gemeldet waren stellen wir uns auf einen entspannten Tag ein. Doch gegen 10 Uhr nimmt der Wind schnell zu so dass ich ein Reff in das Großsegel binde und die Fock statt der Genua setze. Der Windmesser zeigt nun 30 Knoten an. Daniel ist nun wieder schlecht doch bleibt das Frühstück drinnen. Um 15 Uhr erreichen wir dann auch Le Havre. Während Daniel mit Tesla telefoniert erkunde ich die Stadt.
22. Tag auf See: Von Le Havre geht es weiter nach Fecamp. Der Wind hat in der Nacht komplett abgeflaut und so geht es bei bedecktem Himmel unter Motor die Küste entlang nach Norden. Eine Stunde nach Auslaufen kommt ein Hubschrauber auf uns zu und umkreist uns in nur 10 Meter Höhe und so nahe das man die Augen des Piloten sehen kann. Sie fotografieren uns nehmen aber kein Kontakt über Funk mit uns auf. Was der Sinn dieses Besuches war ist uns nicht ganz klar. Fecamp ist nicht wirklich schön und auch die Stadt ist Menschenleer. Dafür ist die Küste hier sehr schön, steil Abfallende Steilküste mit saftig grünen Wiesen dahinter.
23. Tag auf See: Heute muss der Skipper ausschlafen und so geht es erst relativ spät weiter nach Dieppe. Da Springtide ist haben wir ordentlich Strömung mitlaufen so dass wir kurzzeitig 9,5 Knoten über Grund machen. Nach nur 3,5 Stunden sind wir da und machen uns sofort auf in die Stadt. Hier ist es sehr schön und die Cafés sind voll mit Leuten.
Morgen soll es weiter nach Bologne-sur-Mer gehen, auch soll endlich wieder die Sonne zum Vorschein kommen.
Wir werden sehen.
Bis auf bald,
Reto

 

P.S.: Bilder folgen sobald es eine Internetverbindung zulässt!!

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